02.02.2010

Subaru Legacy-Oldie auf den Spuren der „Monte“

In einem 1989er Legacy RS fuhren die Journalisten Michael Specht und Christoph Reifenrath die AvD-Histo-Monte mit – und lernten die Allradlimousine mit jedem Kilometer mehr lieben.

Einmal über die schneebedeckten Serpentinen des Col de Grimone oder des Col de Turini fahren, sich einmal entlang der legendären Routen der Rallye Monte Carlo schlängeln. Den Nervenkitzel spüren: rechts die Felswand und links der Abgrund. Sich ein wenig fühlen wie die Rallye-Füchse Walter Röhrl, Ari Vatanen oder Sandro Munari zu ihren besten Zeiten. Wovon viele motorsportbegeisterte Autofahrer träumen, wurde für 46 Teams in ihren Old- und Youngtimern Wirklichkeit. Zum 16. Mal startete die beliebte AvD-Histo-Monte.

Mit dabei: ein 1989 Subaru Legacy RS, 280 PS stark und betreut vom Eigentümer, dem Duisburger Subaru-Partner Wingenter. Eine Limousine dieses Typs pilotierte einst der britische Rallye-Profi Colin McRae und begründete damit die Subaru-Erfolgsstory im Rallye-Sport, die am Ende zu 47 Weltmeisterschafts-Läufen, sechs WM-Titeln und fünf Titelsiegen im Gruppe-N-Championat führte.

Schon am Start im hessischen Hanau – hier brachen einige Male auch die deutschen Fahrer zur original Rallye Monte Carlo auf – gab es reichlich Beifall für den „japanischen Exoten“. Denn unter all den europäischen Oldies war der Legacy RS der einzige „Ausländer“ im Feld der Buckel-Volvo, Amazonen, Käfer, Pagoden, Giulias, Fulvias und Asconas.

Knapp 1800 Kilometer lagen vor den Teilnehmern. Am Lenkrad des Legacy wechselten sich die Journalisten Michael Specht und Christoph Reifenrath ab. Specht fuhr bereits die „Mille Miglia“ und die „Paris-Dakar“, Reifenrath bringt Erfahrungen aus dem Kart-Sport mit. Doch spielten diese „Qualifikationen“ auf der AvD-Histo-Monte eine eher untergeordnete Rolle. Denn bestimmte Strecken der Rallye, so genannte Sonderprüfungen, mussten entweder exakt gleichmäßig oder auf Zeit gefahren werden. Hierbei geht es um hundertstel Sekunden. Bei Abweichungen gab es Strafpunkte.

„Dies bedarf langer Übung“, stellte Christoph Reifenrath nach den ersten Sonderprüfungen fest. Manche Teams, so war zu hören, trainieren das genaue Durchfahren der Lichtschranke intensiv zu Hause oder auf einem großen Parkplatz. Ein unverzichtbares Utensil war daher die Stoppuhr sowie ein perfekt kalibrierter „Tripmaster“, der die zurückgelegte Strecke in Metern zählt.

Trotz kargen Innenraumes – nacktes Blech statt Teppichboden – fühlte sich das Subaru-Team mit jedem Kilometer wohler an Bord. Dazu trugen nicht zuletzt die passgenauen Recaro-Schalensitze bei und der „überraschend gute Komfort des Rallye-Legacy“, wie Michael Specht fand. „Auch längere Strecken bereiten keine Probleme, der Legacy fährt sich äußerst handlich und gutmütig“, sagte Specht, und begann, die Allrad-Limousine mehr und mehr in sein Herz zu schließen als es endlich in die französischen Seealpen ging. Breite Straßen, perfekte Kurven, feste Schneedecke, leicht bergauf und (fast) ohne Gegenverkehr. „Das Autofahrerparadies und Adrenalin in seiner schönsten Dosierung“, freuten sich die beiden Journalisten. Fast spielerisch trieben sie die alte Rallye-Lady durch die Serpentinen. Monaco erreichten sie schließlich als 31. Doch die Platzierung stand nicht im Vordergrund. Der Weg war das Ziel. Befallen vom „Rallye-Virus“ ist es gut möglich, dass Specht und Reifenrath zu Wiederholungstätern werden und auch im nächsten Winter wieder am Start der AvD-Histo-Monte stehen.

 

 

AvD-Histo-Monte-Ergebnisse


AvD-Histo-Monte

Legacy RS

AvD-Histo-Monte

Legacy RS

Über Subaru

Subaru ist der weltgrößte Hersteller von allradgetriebenen Pkw. Die Marke gehört zum japanischen Konzern Fuji Heavy Industries (FHI). Subaru gilt als Pionier der Allradtechnik in Personenwagen und brachte 1972 den ersten Allrad-Pkw auf den Markt. Seither hat Subaru weltweit mehr als 10,5 Millionen Allrad-Pkw verkauft. In der Rallye-Weltmeisterschaft gehörte Subaru zu den Top-Teams und holte sechs Mal den Weltmeister-Titel. Seit 1980 vertreibt die Subaru Deutschland GmbH in Friedberg Allrad-Pkw in Deutschland und hat bis 31.12.2009 genau 323.801 Fahrzeuge verkauft.

 

  

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